Heilpädagogische Tagesstätte besucht Jura-Bauernhof-Museum

Es ist die erste hausübergreifende Ferienmaßnahme des Pädagogischen Zentrums - so trafen sich bei diesem Ausflug auch Kinder, die sich bisher noch nicht kannten.

 

"Wie, das kann man alles essen?" Die Kinder rümpfen die Nase und schauen erstaunt auf den Teller mit Klee, Gänseblümchen und Spitzwegerich. Was für die meisten Kinder einfach Blumen sind, kann man tatsächlich auf's Butterbrot legen oder in den Salat mischen. Und früher war das gang und gäbe. Das Jura-Bauernhof-Museum in Hofstetten spiegelt das bäuerliche Leben des 16. und 17. Jahrhunderts wieder. Und dieses durften die Kinder, die eines der Ferienangebote der Heilpädagogischen Tagesstätte gebucht hatten, nun selbst erleben.

Nach einer Führung durch das Bauernhaus, die Stallungen und über den Hof, sammelten sie Kräuter - wie eben Klee oder Gänseblümchen. Im Stadel durften sie dann selbst Sahne zu Butter verarbeiten. Dafür gibt es eine extra Maschine. Es klappt aber auch, wenn man die Sahne in einem geschlossenen Gerät gaaaaanz lange schüttelt. Was für eine Arbeit! Aber immerhin eine Arbeit, die sich lohnt: Vermischt mit ein wenig Salz und den gesammelten, gehackten Kräutern geht's ab auf's Brot mit der Butter. Erstaunlich, was in so mancher "Blume" steckt!

Nach dieser Brotzeit ging's weiter in die Filzwerkstatt. Hier fertigten die Kinder unter anderem Filzkugeln, aus denen sich Schmuckstücke oder Schlüsselanhänger basteln lassen.

Insgesamt drei Stunden lang tauchten die Ferienkinder am 3. August in das bäuerliche Leben eines lange vergangenen Jahrhunderts ein - spannend! Aber auch ermüdend, denn so viel ist klar: Da war noch echte Handarbeit gefragt und die wurde damals nicht selten schon von den Kindern verrichtet.