Chinesisch mal anders in Kindergarten und Grundschule

Erzieherinnen und Erzieher aus Taiwan besuchen Einrichtungen des Pädagogischen Zentrums (PZ).

Ni Hao hieß es an einem Mittwochvormittag im Juli in einigen Einrichtungen des Pädagogischen Zentrums (Johann-Michael-Sailer-Grundschule, Kinderkrippe Hollerstauden, Kindergarten Hollerstauden, Kita Levelingstraße).

Elf Erzieherinnen und zwei Erzieher aus Taiwan waren zu Besuch, um sich deutsche Erziehungskonzepte und insbesondere das Montessori-Konzept genauer anzuschauen.

Die Gruppe setzte sich aus früheren Absolventen eines Pädagogikstudiengangs der Universität Taipeh zusammen, die heute als Erzieher an verschiedenen Kindergärten Taiwans arbeiten.  Geleitet wurde die Exkursion von Uni-Dozentin Su-Yue Chen. Sie hatte im Vorfeld ihre Freundin aus München, Li-Chi Wu, gebeten, Besuche an deutschen Kitas zu organisieren. Li-Chi Wu, die als Dolmetscherin bei diesem Ausflug auftrat, hatte Kontakt mit der langjährigen PZ-Mitarbeiterin Zhengyan Huang-Till, so dass der Besuch in Ingolstadt zustande kam. Im Verlauf ihres zehntätigen Aufenthaltes besuchte die Gruppe weitere Kitas in München und Augsburg.

Besonderes Aufsehen erregten bei der taiwanesischen Gruppe die teiloffenen Konzepte der Kindergärten und der Montessori Schule, in denen alle Kinder miteinander lernen, spielen oder frei arbeiten. In Taiwan, so berichteten die Besucher, bildet immer eine Jahrgangsstufe eine Kindergartengruppe. Drei- bis Sechsjährige seien dort nicht gemischt. Auch wenn Maria Montessori und ihre Pädagogik in der Republik China – wie Taiwan auch heißt – bekannt ist.

Bevor die Besucher die Johann-Michael-Sailer-Grundschule und die Krippe Hollerstauden besuchten, zeigten sie sich hingerissen von dem von Eltern gebauten Spielplatz vor der Grundschule.

Auch die vielen künstlerischen Arbeiten, wie Skulpturen aus Ytong oder einem großen Hund aus Filz, begeisterten die Exkursionsteilnehmer.

PZ-Geschäftsführer Philip Hockerts zeigte sich zuversichtlich: „Wir sind sehr offen von solchen Begegnungen und Austauschen. Vielleicht ergibt sich sogar mal die Möglichkeit eines Gegenbesuchs.“