Virtual Reality Unterrichtsstunde an der Montessorischule Ingolstadt

„Und jetzt brechen wir auf zu unserer nächsten Reise. Ich hoffe ihr habt alle eure Raumanzüge an?“ Mit freudiger Zustimmung antworten die Kinder der Klasse 5/6 der Montessorischule Ingolstadt auf die Frage der Google Expeditions Trainerin und schon geht es los auf einen Rundflug ins All.

Der Blick auf die Klasse verrät sofort, dass dies keine reguläre Unterrichtsstunde ist. Ausgestattet mit VR (virtual reality)-Brillen sitzen die Kinder im Klassenzimmer und bewegen ihre Köpfe mit Bedacht und meist synchron in alle Richtungen. Schuld daran sind zum einen die 3D-Bilder, die die Kinder durch die VR-Brille sehen, zum anderen aber auch die Erklärungen, die die Trainerin bzw. die Lehrerin den Kindern zu dem gibt, was sie gerade sehen. Ausgestattet mit einem Pad können die Lehrkräfte so die Blicke der Kinder steuern indem sie Fixpunkte definieren, die beim Blick durch die VR-Brillen mit einem Pfeil markiert sichtbar werden. Zusatzinformationen zu dem Gesehenen erscheinen auf Wunsch ebenso im Display des Anleiters. So fliegt die Klasse an diesem Vormittag nicht nur durchs All, wiederholt ihr Wissen zu den Planeten und zur ersten Mondlandung, sondern erkundet mithilfe der VR-Brillen auch die alten Ägypter, erfährt einiges über die Pyramiden und deren Entstehung und ist zum Ende der Schulstunde ganz begeistert.

Hinter dieser außergewöhnlichen Schulstunde steckt der heutige Besuch der Google Zukunftswerkstatt an der Montessorischule Ingolstadt. „Es geht uns darum aufzuzeigen, was man in der Schule mit digitalen Medien so alles machen kann“, so die Google Expeditions Trainerin, die die Schulstunde leitet und Lehrer wie Schüler in die virtual reality einführt. Initiiert hat diesen Besuch Geschäftsführer Philip Hockerts, der die weitere Digitalisierung an der Montessorischule vorantreiben möchte und alternativen den bestehenden Unterreicht ergänzenden Methoden gegenüber sehr aufgeschlossen ist. Auch Schulleitung Christina Dreinhöfer ist begeistert von den Möglichkeiten der virtuellen Realität: „Es gibt heutzutage eine sehr große Bandbreite an Möglichkeiten der Wissensvermittlung und es ist uns wichtig, hier up to date zu bleiben. Die Arbeit mit Reisen in die virtuelle Realität wie heute gesehen wird das Buch, die Gruppenarbeit und die Freiarbeit als Unterrichtsmethoden auf keinen Fall ablösen, aber vielleicht ja auch künftig sinnvoll ergänzen und so im täglichen Unterricht für Abwechslung sorgen.“

In diesem Sinne hatten heute fünf Schulklassen und interessierte Lehrer der Montessorischule die Möglichkeit, diese neue Methode zu testen.