Wiedereröffnung des ‘Haus Miteinander’

Für unser PZ gibt es einen Grund zu feiern: Das Haus Miteinander in der Harderstraße ist nach dem verheerendem Wasserschaden aus dem Jahr 2019 wieder hergestellt. Über zwei Jahre lang mussten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter beengten Voraussetzungen arbeiten. Dafür dürfen sie sich nun über Räumlichkeiten freuen, die nach der Sanierung besseren Standards gerecht werden als zuvor.

Es war nur ein kleiner Schlauch, aus dem im Obergeschoss des denkmalgeschützten Hauses in der Harderstraße 35 im Januar 2019 das Wasser spritzte. Aber es spritzte ohne Unterlass und das wohl über ein ganzes Wochenende hinweg. Die Folge: feuchte Wände, aufgequollene Parkettböden, zerstörte Technik und ruiniertes Mobiliar. Kurzum: Innerhalb weniger Stunden hatte das Wasser mehrere Räumlichkeiten unbrauchbar gemacht. Im Hinblick auf den Denkmalschutz gestaltete sich eine rasche Sanierung schwierig. Den Teams der in dem Haus untergebrachten heilpädagogischen Tagesstätten wurde viel Geduld abverlangt. 

Seit Anfang diesen Jahres ging es nun aber Schlag auf Schlag, Handwerker zogen neue Trockenbauwände ein, neue Böden wurden verlegt und die Elektrik installiert. “Wichtig war uns, mit der Sanierung gleich auch eine Verbesserung im Vergleich zur vorherigen Bausubstanz zu schaffen. Unter anderem was die Schalldämmung angeht, ist der Boden- und Wandaufbau nun optimal angelegt”, so Philip Hockerts, Geschäftsführer des Pädagogischen Zentrums. Die Sanierung beläuft sich auf ein Volumen von rund 850.000 Euro, das größtenteils durch Leistungen der Gebäude- und Inventarversicherung abgedeckt werden kann. 

Vergangenen Freitag nun beging das Pädagogische Zentrum Ingolstadt die Wiedereröffnung mit einer Feierlichkeit, bei der auch die ehemalige Geschäftsführerin Ramona Scheibe noch einmal zurückblickte. Zusammen mit Philip Hockerts zeigte sie Bilder des Wasserschadens und der Sanierung. “Es ist wirklich eine besondere Leistung, dass wir in dieser Zeit der Sanierung den Betrieb unserer heilpädagogischen Tagesstätten und all die Therapien, die für unsere Kinder und Familien so wichtig sind, weiterlaufen lassen konnten”, so Ramona Scheibe. “Es war eng und es war kräftezehrend, aber es war irgendwie machbar. Und dafür möchten wir dem Team der Harderstraße von ganzem Herzen danken”, ergänzt Philip Hockerts. Anschließend wurden die etwa fünfzig Gäste durch die neuen Räume geführt und durften sich selbst ein Bild von der Wiederinstandsetzung machen. Im Anschluss konnte bei Häppchen, Getränken und DJ-Musik noch weitergefeiert werden.