Die bewährten Elemente des eigenverantwortlichen Arbeitens aus den unteren Jahrgangsstufen werden in der Oberstufe konsequent erweitert. So verbindet die Oberstufe akademischen Anspruch mit echter Eigenverantwortung. Jugendliche stehen in dieser Lebensphase vor der Herausforderung, sich nicht nur auf Prüfungen vorzubereiten, sondern selbstständige Persönlichkeiten zu werden.
Fester Bestandteil bleiben die Studierzeiten. So bietet jeder Schultag Raum zur Selbstorganisation. “Die Jugendlichen lernen, Prioritäten zu setzen, Aufgaben eigenständig zu strukturieren und erworbene Kompetenzen reflektiert einzusetzen”, erklärt Gymnasialschulleiter Vitus Lehenmeier. Fachlehrkräfte agieren als Berater:innen. In den sogenannten Lernstudios stehen sie für individuelle Fragen und fachliche Vertiefung bereit, ohne den Lernprozess starr vorzugeben.
Die erste Gymnasialklasse am Montessori-Gymnasium Ingolstadt von 2020 startet als 11. Jahrgangsstufe jetzt mit 13 Schüler:innen. Grundsätzlich liegt die Richtgröße bei circa 24 Schüler:innen. Dies erlaubt eine intensive Begleitung und Raum für individuelle Entwicklung. Der Weg zum staatlich anerkannten Abschluss ist klar strukturiert: Am Ende der 13. Jahrgangsstufe legen die Schüler:innen die Abiturprüfung als externe Prüflinge an einem staatlichen Gymnasium ab. Dafür wählen sie zu gegebener Zeit acht Prüfungsfächer, die schriftlich beziehungsweise mündlich abgeprüft werden. Das Abiturzeugnis entspricht vollumfänglich dem jedes anderen bayerischen Gymnasiums.
