Die FTG ist weit mehr als nur ein Betreuungsangebot. In enger Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Jugend und Familie der Stadt Ingolstadt, dem Sonderpädagogischen Förderzentrum Ingolstadt I und dem Pädagogischen Zentrum Ingolstadt (PZ) wurde ein innovatives Konzept geschaffen. Die FTG richtet sich speziell an Grundschulkinder der ersten und zweiten Jahrgangsstufe mit individuellen, insbesondere sozial-emotionalen Entwicklungsverzögerungen und daher höherem Förderbedarf.
Das Projekt ist organisatorisch an die Grundschule Auf der Schanz angegliedert, findet seinen physischen Platz jedoch im Haus Miteinander des PZ. Diese räumliche Trennung ist bewusst gewählt: Nur wenige Meter von der Stammschule entfernt, bietet das Haus Miteinander in der Harderstraße einen Rückzugsort fernab vom Trubel eines Schulalltags mit hunderten von Kindern. Anke Hausinger, Rektorin der Grundschule Auf der Schanz, bezeichnet diese Konstellation in der Neuburger Rundschau als „Glücksfall“ und betont den Wert dieses „geschützten Raums“.
Individuelle Förderung
Der größte Vorteil der FTG liegt in der intensiven Betreuung. Während in regulären Klassen oft mehr als 20 Kinder gemeinsam lernen, arbeitet das Team der FTG mit maximal sechs Schüler:innen.
> „In dieser kleinen Gruppe haben wir ganz andere Möglichkeiten, individuell auf jedes Kind einzugehen“, erklärten Lehrerin Sonja Riedl und Rektorin Anke Hausinger gegenüber der Neuburger Rundschau.
Das Angebot richtet sich an Kinder mit sozial-emotionalen Entwicklungsverzögerungen, die im normalen Schulbetrieb vorübergehend an ihre Grenzen stoßen. Ziel ist es, ihre Persönlichkeit durch maßgeschneiderte Förderkonzepte so zu stabilisieren, dass eine Rückkehr in die Regelklasse und ein erfolgreicher Schulabschluss ermöglicht werden.
Ein strukturierter Tag mit pädagogischer Tiefe
Der Vormittag in der FTG folgt dem regulären Grundschullehrplan – doch die Begleitung ist intensiver. Ein interdisziplinäres Team aus Lehrkräften, Sozialpädagogen und sogar Schulhündin Rosa unterstützt die Kinder dabei, nicht nur fachlich, sondern auch emotional zu wachsen. Die Neuburger Rundschau beschreibt den Alltag so:
> „Wenn ein Kind unruhig ist, sich nicht konzentrieren kann oder aggressiv reagiert, setzen sich die Mitarbeitenden dazu. Was fühle ich gerade? Woher kommt dieses Gefühl? Und wie kann ich damit umgehen? Das Ziel ist es, den Kindern Strategien an die Hand zu geben, um in schwierigen Situationen angemessen reagieren zu können.“
Sollte der Druck dennoch einmal zu groß werden, bietet das Haus Miteinander genügend Zimmer, in die sich die Schüler zurückziehen können, um zur Ruhe zu kommen. Hier werden Sie dann auch vom pädagogischen Personal des Haus Miteinander betreut.
Rundumbetreuung: Nachmittag und Ferien
Nach dem Schulschluss um 12:15 Uhr übernehmen Asmir Terzic (Heilpädagoge) und Ilona Koeppler (Heilerziehungspflegerin) vom Haus Miteinander das Zepter. Das Nachmittagsprogramm umfasst unter anderem ein gemeinsames Mittagessen, Spielenachmittage und Ausflüge in die Natur. Die Betreuung an Schultagen geht bis 17:15 Uhr. Auch in dien Ferien ist eine verlässliche Betreuung gewährleistet, denn die FTG hat nur an wenigen Tagen im Jahr geschlossen.
Ein zentraler Pfeiler des Erfolgs ist dabei der enge Austausch mit den Eltern. Nur wenn Schule, pädagogische Fachkräfte und Erziehungsberechtigte an einem Strang ziehen, kann die angestrebte Wiedereingliederung gelingen.
Wir sind stolz darauf, diesen Kindern gemeinsam mit unseren Partnern eine Perspektive bieten zu können, die weit über das Klassenzimmer hinausreicht.
Hier geht's zum vollständigen Artikel der Neuburger Rundschau.
